Arbeitskreis
Zwangsarbeit
Der Arbeitskreis Zwangsarbeit/„Ausländerkinder-Pflegestätte“ im Förderverein Haus der Alfterer Geschichte e. V. (www.hdag.info) initiiert, unterstützt und koordiniert Aktivitäten, die sich mit der Geschichte und den Opfern der Zwangsarbeit in der Gemeinde Alfter sowie den Folgen bis in die Gegenwart auseinandersetzen (z. B. Veranstaltungen, Bildungsarbeit, Übersetzungsarbeiten) und fördert die Vernetzung mit weiteren Personen, Gruppen und Institutionen.
Grundlage für die Aufarbeitung des Themenkomplexes bildet die wissenschaftliche Dokumentation des ehemaligen Gemeindearchivars Jens Löffler aus 2021. Die Arbeit behandelt sowohl grundlegend den Themenkomplex Zwangsarbeit in Alfter, als auch die Geschehnisse um die sogenannte „Ausländerkinder-Pflegestätte“ in Alfter-Ort. Sie liegt in deutscher und russischer Sprache vor.
Der Arbeitskreis erarbeitet darüber hinaus Vorschläge zum bleibenden Erinnerungsort und der Form des zukünftigen Gedenkens sowie zur Weiterführung eines Prozesses, der den Dialog über und die Auseinandersetzung mit den Geschehnissen im Nationalsozialismus und mit den Opfern der NS-Verfolgung befördert.
Fotos: Archiv der Gemeinde Alfter, Bildsammlung Karl-Heinz Krein

Ausstellung „Vielleicht erlebe ich den Frieden noch.“
Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine vom 07.05.2026 bis 22.05.2026 im Foyer des Rathauses
Wir freuen uns auf interessierte Besucherinnen und Besucher!
Eröffnung am 07.05.2026 um 17 Uhr
Die Wanderausstellung porträtiert zehn Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine. Sie waren als Jugendliche zur Zwangsarbeit deportiert oder mit ihren Eltern verschleppt worden, einige wurden in der Zwangsarbeit geboren. Porträtiert werden auch Rom*nja, die die deutsche Besatzung erlebten. Der ukrainische Fotograf Kostyantyn Chernichkin hat die Menschen, deren Alltag vom Krieg geprägt ist, 2024 und 2025 besucht. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen seine Fotografien, ergänzt durch kurze biografische Texte und Zitate.
Die Ausstellung wurde entwickelt vom „Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine“, dem 47 Gedenkstätten, Stiftungen und zivilgesellschaftliche Erinnerungsinitiativen angehören.
Ziel ist es, Überlebende der NS-Verfolgung und ihre Familien mit Hilfe von NGOs vor Ort zu unterstützen. Das Netzwerk kooperiert mit zivilgesellschaftlichen Partnerinnen und Partnern aus Gedenkstätten, Museen und NS-Opferverbänden in der Ukraine.
Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig. Wir freuen uns über Mitstreiter, Ideengeber und Anpacker.
Jede Hilfe ist willkommen. Schauen Sie gern einfach mal vorbei!
Der Arbeitskreis nimmt Spenden entgegen und stellt über den Förderverein HdAG e. V. Spendenbescheinigungen aus. Bitte sprechen Sie dazu gern unseren Kassenwart an.
Vielen Dank für die Unterstützung!
DE89 3706 9520 8012 4710 34
BIC: GENODED1RST
VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG
In der Bücherbücke Alfter referierte Gemeindearchivar Ulrich Stevens zum Thema „Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus“. Begleitend wurde eine Ausstellung mit Bildern, Exponaten und Dokumenten am Do., 8. Mai 2025 eröffnet. Eine Buchausstellung mit einer großen Auswahl an Literatur zum Thema rundete die Aktion ab. Eine geführte Radtour zu den Orten der Zwangsarbeit und der Start des Erzählcafés in der Bücherbrücke waren weitere Aktivitäten.
Der Erinnerungsort für die Opfer der Ausländerkinder-Pflegestätte in Alfter wurde realisiert. Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern und der VR-Bank Bonn Rhein-Sieg sammelte der Arbeitskreis 5.220 Euro an Spenden mit einer Crowdfunding-Aktion. Der Erinnerungsort am Alfterer Rathaus für die Opfer der „Ausländerkinder-Pflegestätte“ in Alfter konnte damit errichtet werden. Die feierliche Einweihung fand am Do., 25. April 2024 statt.
Aufnahme der Dokumentation in das Online-Portal des Dokumentationszentrum
NS-Zwangsarbeit Topographie des Terrors, www.ns-zwangsarbeit.de/recherche/digitale-erinnerung
Abschluss einer Vereinbarung der Gemeinde Alfter zur Zusammenarbeit mit den Arolsen Archives für eine kostenlose Digitalisierung und Indexierung der Melde-Kartei (Zwangsarbeiter)
Veröffentlichung einer gekürzten Version der Dokumentation auf der Internetseite www.bonnerleerstellen.net. Die Website beschäftigt die sich mit dem Thema „Unbekannte Ort der NS-Gewalt in Bonn und Umgebung“ und wird von Studierenden aller Fachrichtungen des Masterstudiengangs Geschichtswissenschaften der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität-Bonn unter Leitung von Dr. Ekaterina Makhotina (Abteilung für Osteuropäische Geschichte) erarbeitet und gepflegt.
Durchführung einer Vortrags-Veranstaltung mit Diskussion am Donnerstag, 04.11.2021 im Haus der Alfterer Geschichte (HDAG); begleitend wurde eine kleine Ausstellung mit den wichtigsten Aussagen der Dokumentation erarbeitet und eine Erinnerungsbox für Nachrichten aufgestellt, die Besucher (auch anonym) hinterlassen wollten. Die Ausstellung war mit begleitendem Besucherdienst zu sehen am: 07.11.2021 von 15-18 Uhr, 09.11.2021 von 17-19 Uhr, 11.11.021 von 17-19 Uhr und am So., 14.11.2021 von 15-18 Uhr.
Durchführung einer Online-Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Bornheim/Alfter: Der Vortrag von Archivar Jens Löffler mit anschließender Fragerunde fand am Montag, 30.8.2021 statt.
Übersetzung der Dokumentation in die russische Sprache
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